Faltenbehandlung · 5 Min. Lesezeit
Hautverjüngung ab 40 – was wirklich hilft.
Ab etwa 40 verändert sich die Haut spürbar: Sie wird trockener, die Regeneration verlangsamt sich, erste Falten bleiben auch im entspannten Zustand sichtbar. Was hilft – und was nicht.
Von Stefania Kilavuz, Ärztin · AesthetikMed Charlottenburg
Was in der Haut passiert
Die Kollagenproduktion nimmt ab etwa dem 25. Lebensjahr jährlich leicht ab. Ab 40 wird das sichtbar: Die Haut verliert an Dichte und Elastizität, hält weniger Feuchtigkeit und erneuert sich langsamer. Gleichzeitig hinterlässt jahrzehntelange Mimik erste dauerhafte Spuren.
Dazu kommen äußere Faktoren: UV-Strahlung ist der mit Abstand größte Beschleuniger der Hautalterung, gefolgt von Rauchen, Schlafmangel und Stress.
Die Basis: das Unspektakuläre wirkt
Bevor über Behandlungen gesprochen wird, lohnt der Blick auf die Grundlagen. Täglicher Sonnenschutz ist die wirksamste einzelne Maßnahme gegen sichtbare Hautalterung – wirksamer als jede Behandlung, die danach kommt.
- Täglicher Lichtschutz, auch im Winter
- Rauchverzicht
- Ausreichend Schlaf
- Eine einfache, konsequente Pflegeroutine mit Feuchtigkeit
- Nicht ständig wechselnde Produkte
Wann welche Behandlung
Sinnvoll ist es, nach der Art des Problems zu unterscheiden statt nach dem Alter. Geht es um die Beschaffenheit der Haut – trocken, fahl, dünn –, setzen Polynukleotide direkt dort an. Entstehen Falten durch Mimik, ist Botulinumtoxin die passende Antwort. Fehlt Volumen, kommt Hyaluronsäure infrage.
In der Praxis ist ab 40 häufig eine Kombination sinnvoll, zeitlich gestaffelt statt alles auf einmal. Ich baue in der Regel zuerst die Hautqualität auf und ergänze erst danach gezielt, was noch fehlt – oft ist der Bedarf dann geringer als anfangs gedacht.
Was realistisch ist
Keine Behandlung dreht die Zeit zurück. Realistisch ist eine Haut, die erholter, gleichmäßiger und vitaler wirkt – erkennbar als guter Zustand, nicht als Behandlung. Wer sich das vor Augen hält, wird mit dem Ergebnis deutlich zufriedener sein.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, klären wir im persönlichen Gespräch.