Polynukleotide · 5 Min. Lesezeit

Was sind Polynukleotide? Wirkung, Einsatz und Grenzen.

Polynukleotide gelten seit einigen Jahren als eine der interessantesten Entwicklungen in der ästhetischen Medizin. Weil der Begriff oft ungenau verwendet wird, ordne ich hier ein, was dahintersteckt.

Von Stefania Kilavuz, Ärztin · AesthetikMed Charlottenburg

Der Unterschied zwischen Auffüllen und Anregen

Klassische Filler bestehen aus vernetzter Hyaluronsäure und ersetzen verlorenes Volumen: Sie liegen im Gewebe und formen eine Kontur. Das Ergebnis ist sofort sichtbar und verschwindet, wenn das Material abgebaut ist.

Polynukleotide funktionieren anders. Sie sind Biostimulatoren: hochgereinigte DNA-Fragmente, die Wasser in der Haut binden und die Fibroblasten anregen, wieder mehr Kollagen und Elastin zu bilden. Die Haut arbeitet also selbst – das dauert länger, verändert dafür die Beschaffenheit der Haut und nicht ihre Form.

Wofür Polynukleotide eingesetzt werden

Sinnvoll sind sie überall dort, wo die Hautqualität das Problem ist: trockene, dünne, fahle Haut, feine Knitterfältchen, eine unruhige Hautstruktur. Typische Areale sind Gesicht, Augenpartie, Hals, Dekolleté und Handrücken.

  • Trockene, wenig elastische Haut
  • Feine Knitterfältchen, besonders unter den Augen
  • Dünne Haut am Hals, im Dekolleté und am Handrücken
  • Unruhige Hautstruktur nach Akne
  • Insgesamt müde wirkender Teint

Was sie nicht können

Polynukleotide geben kein Volumen. Eingefallene Wangen, eine tiefe Nasolabialfalte oder ein wenig definiertes Kinn lassen sich damit nicht behandeln – dafür braucht es einen Filler.

Sie wirken auch nicht auf mimische Falten, die durch Muskelaktivität entstehen; das ist die Domäne von Botulinumtoxin. Und sie straffen keine erschlaffte Haut: Wo eine chirurgische Frage vorliegt, hilft keine Injektion.

Wie die Behandlung abläuft

Üblich sind zwei bis drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen, danach eine Auffrischung nach sechs bis zwölf Monaten. Eine Sitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Rötungen und kleine Quaddeln klingen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen ab.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, klären wir im persönlichen Gespräch.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Polynukleotide sind hochgereinigte DNA-Fragmente, die als Biostimulator wirken: Sie binden Wasser in der Haut und regen die Fibroblasten an, wieder mehr Kollagen und Elastin zu bilden.

Nein. Hyaluronsäure-Filler ersetzen Volumen und formen Konturen. Polynukleotide geben kein Volumen, sondern verbessern die Hautqualität – Feuchtigkeit, Spannkraft und Struktur.

Für trockene, dünne oder fahle Haut, feine Knitterfältchen, die Augenpartie, Hals, Dekolleté, Handrücken und unruhige Hautstruktur nach Akne.

Sie ersetzen kein Volumen, wirken nicht auf mimische Falten und straffen keine deutlich erschlaffte Haut. Dafür braucht es Filler, Botulinumtoxin oder chirurgische Verfahren.

In meiner Praxis in der Reichsstraße 1 in Berlin-Charlottenburg. Termine unter 030 / 414 53 53, per WhatsApp unter +49 151 68496300 oder über das Kontaktformular.

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