Polynukleotide · 4 Min. Lesezeit
Wie oft Polynukleotide? Sitzungen und Auffrischung.
Die häufigste Frage nach der Kostenfrage lautet: Wie oft muss ich kommen? Hier ist der übliche Rhythmus – und die Begründung dahinter.
Von Stefania Kilavuz, Ärztin · AesthetikMed Charlottenburg
Warum eine Serie und nicht eine Sitzung
Polynukleotide wirken nicht wie ein Filler, der sofort ein Ergebnis zeigt. Sie stoßen einen Prozess an: Die Fibroblasten in der Haut bilden über Wochen vermehrt Kollagen und Elastin. Ein einzelner Reiz reicht dafür in der Regel nicht aus.
Deshalb sind zwei bis drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen der Standard. Jede Sitzung baut auf der vorherigen auf, das Ergebnis summiert sich.
Der übliche Zeitplan
Nach der ersten Sitzung berichten viele von einem prallen, geschmeidigen Hautgefühl. Sichtbar wird die Veränderung meist ab Woche zwei bis vier. Nach der letzten Sitzung entwickelt sich das Ergebnis noch einige Wochen weiter.
- Sitzung 1 – Start der Serie
- Sitzung 2 – nach zwei bis vier Wochen
- Sitzung 3 – nach weiteren zwei bis vier Wochen, wenn sinnvoll
- Ergebnis reift über weitere vier bis acht Wochen
- Auffrischung nach sechs bis zwölf Monaten
Wovon die Anzahl abhängt
Hautzustand, Alter, Areal und Ihre Erwartung bestimmen die Sitzungszahl. Sehr trockene, dünne oder über Jahre sonnenexponierte Haut braucht tendenziell mehr Reize als eine grundsätzlich gut versorgte Haut.
Auch der Lebensstil spielt eine Rolle: Rauchen, wenig Schlaf und ungeschützte Sonnenexposition verkürzen die Wirkdauer messbar.
Kann man zu oft behandeln?
Mehr ist nicht besser. Die Haut braucht Zeit, um auf den Reiz zu reagieren. Sitzungen in zu kurzen Abständen bringen keinen zusätzlichen Nutzen. Ein sinnvoller Plan ist deshalb Teil der Beratung – nicht ein möglichst voller Terminkalender.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, klären wir im persönlichen Gespräch.